Dienstag, 31. Oktober 2017

15 Jahre stellwerk - junges Theater Weimar



STELLWERISTAN Art/Sculpture

created by Gerd Zimmermann (wzm-architekten) & Martin Fink (made in MUNROI)

Das Stellwerk weimar e.V. - junges Theater schaut zurück in die Zukunft:

15 Jahren Anlaufstelle für junge Menschen
15 Jahre kulturelle Bildung
15 Jahre zeitgenössische, theaterpädagogische, künstlerische Angebote
15 Jahre forschen, experimentieren, inszenieren
15 Jahre Leidenschaft, Diskurs, Beharrlichkeit
15 Jahre junges Theater im Weimarer Hauptbahnhof


Oktober - November
Ausstellung im Kulturbahnhof Weimar

Tapetenwerkfest 2017




OCTAGON – MUNROI

Der OCTAGON e.V. präsentiert Martin Finks utopische Stadt MUNROI. Zum Tapetenwerkfest 2017, zeigt der Künstler neben seinen Videoarbeiten Drucke auf Alu-Dibond und Modelle, welche den Urbanenraum beschreiben so, wie das Hinterland als unnatürliche Umgebung darstellen.


Leipzig: 15. - 17. September
OCTAGON workspace / Tapetenwerk

ENTER MUNROI - Galerie HINTEN (2)




ENTER MUNROI – Eintritt in die utopische Stadt

Martin Fink feat.: Margret Aurin 

Besessen vom Projekt – made in MUNROI – eine utopische Stadt zu illustrieren, ist seit diesem Jahr das Backland NIVALIS hinzu gekommen. Somit zeigt die Ausstellung neben einer architektonischen Skulptur, Fotodrucke auf Alu Dibond, welche fotomanipulierte Naturlandschaften zeigen. Zudem sind 36 gerahmte Fine Art Prints im Raster gehangen, welche Scheiben vermeindlicher Bohrkerne abbilden, wobei das gesehene durchaus mit der wissenschaftlichen Niederschrift Agricolas aus dem Jahre 1480 "Von dem Wesen der Stoffe, die aus der Erde heraus fließen" interpretiert werden kann. 

So spielen geologische sowie geografische Faktoren zur Ausstellung eine Rolle.
In diesem Sinne ist die künstliche Stadt in ihrer künstlichen Umgebung nicht hermetisch abgeriegelt so, dass auch andere Künstler in dieser Fiktion auftauchen; sowie Margret Aurien: 

Das Feature zur Ausstellung zeigt eine ganz eigene Sicht auf den urbanen Raum. Als Illustratorin fordert Aurin formale Grafiken, wobei sie mit monotonen Flächen experimentierte, um Räume entstehen zulassen. Anders als bei Handzeichnungen interessiert Sie zu dem, wie sich Linien durch das formale Aneinanderfügen, eben dieser Flächen, bilden. Mit ihren Worten beschreibt sie ihre New Yorker Illustrationen als;  „... den letzten Blick bevor ich in die U-Bahn abgestiegen bin.“ 

In diesem Sinne lehnen wir uns zurück und genießen die Fahrt durch eine utopisch gefärbte Gegenwart.



Chemnitz:  09.09. - 08.10. 2018
Galerie HINTEN / LOGOMOV

ENTER MUNROI - Galerie HINTEN (1)


ENTER MUNROI - Eintritt in die utopische Stadt

Martin Fink feat.: Margret Aurin

Chemnitz:  09.09. - 08.10. 2018
Galerie HINTEN / LOGOMOV

Mittwoch, 15. März 2017

StipVisite | Thüringer Stipendiaten für Bildende Kunst 2016



NIVALIS – Eine Expedition in das Hinterland von MUNROI

Von der utopischen Stadt MUNROI gelangen wir in dieser Ausstellung in das Hinterland. Scheinbar menschenleer scheint diese Umgebung nicht frei von Menschenhand entstanden zusein. Doch was hat den Homo Sapiens hier verschwinden lassen? War es das Salz der gewaltigen Abraumhalden der Kaliberge, welche die Umgebung geisselt?

Doppel-Solo-Ausstellung
Künstler:
Michal Schmidt
Martin Fink

Vernissage:
18. März 2017, 19 Uhr

Ausstellung:
19. März - 7. Mai

Begrüßung:
Prof. Dr. Kai Uwe Schierz, Direktor der Kunstmuseen

Grußwort:
Dr. Babette Winter, Staatssekretärin für Kultur und Europaangelegenheiten
Dr. Tobias J. Knoblich, Kulturdirektor der Landeshauptstadt Erfurt
Dr. Verena Titze, SV SparkassenVersicherung

Einführung:
Susanne Knorr, Kuratorin der Kunstmuseen der Stadt Erfurt

Info:
www.galerie-weidspeicher.de

Förderer:
Freistaat Thüringen Staatskanzlei
SV SparkassenVersicherung

Samstag, 26. November 2016

StadtRaumBoxen – Ehemaliges Schauspielhaus der Städtischen Bühne Erfurt




Aus dem Wald MUNROIs

Fragt.: 01-03


Noch läuft eine Fernseh produktion des ZDF auf dem Areal des ehemaligen Schauspielhauses in Erfurt. Dieser Betrieb entschärft den Ort, der immer roher zerfallen würde, was bereits eine ausgebomte Gegend entstehen ließ.
Der KulturQuartier Erfurt e.V. um Tely Büchner und Susanne Knorr bemühen sich seit geraumer Zeit um die dauerhafte Instandsetzung der Gebäudeabschnitte und der vorgelagerten Parkfläche, in dem die Lokation für die breite Bevölkerung durch Kreativwirtschaft zugänglich gemacht werden soll. In der Vorstellung der Genossenschaft zum Verein, wirkt bereits das Bild eines kreativen Zentrums über die Grenzen der thüringischen Hauptstadt hinaus. Trotz der Bemühungen ein Café mit Bibliothek sowie digital unterstützten Bühne mit Proberäumen und dem Angebot einen Radiosender anzusiedeln, verlaufen die Prozesse der kulturellen Instandsetzung schleppend. Doch es lohnt sich, auch weil es der zweite Versuch des KulturQuartiers ist, samt seiner wachsenden Anhängerschaft, einen Begegnungs- und Aufenthaltsort zu etablieren in mitten einer historisch aufpolierten Umgebung.

So entstanden in diesem Rahmen drei Skulpturen in drei Vitrinen, welche den vorherrschenden Zustand, mittels ausgestanzten Baumstämmen, neu interpretieren. Die Objekte mussten Kugelsicher sein, da sie direkt am Gehweg plaziert sind und dem Bierflaschenhagel stand halten müssen, welchem das Vitrinenglas in der Vergangenheit bereits zum Opfer gefallen ist. Im Inneren zeigen die Stämme eine freigestelte Architektur, welche von Finger dicken Würmern geschaffen wurde, die sich durch die Stammfäule fraßen. Roh wurde das Holz mit Keilen und Eisenstahl heraus geschlagen um diese von Tieren und Pilzen erzeugten Skulpturen für den Blick freizustellen. 

Am 3. September im Klostergang 4 eingeweiht, werden sie nun den Launen des Winter sowie der städtischen Natur bis zum Februar 2017 ausgesetzt und danach im Wald MUNROIs weiterverarbeitet.

Sonntag, 23. Oktober 2016

DTT 5.0 – BENEFIZKUNSTAUKTION

>> Das Tapetenwerk teilt <<

Am 11. November können im Tapetenwerk Leipzig "Drei Grundstücksmodelle der utopischen Stadt MUNROI" ersteigert werden. Von links nach rechts in der Abbildung handelt es sich um: "Villa am Deich" (9,5x26 x17), "Parklandschaft" (5,5x18,5x14,5) und um eine "Tempelanlage" (3,5x19x19)*.

Aus den Erlösen dieser Auktion unterstützt der Verein Yehud Menuhin Live Music Now Leipzig e. V. ehrenamtlich junge und besonders talentierte Musiker, um Musikveranstaltungen für Menschen in Krankenhäusern, Pflegeeinrichtungen, Hospizen, Gefängnissen, Kinderheimen und Brennpunktschulen zu ermöglichen. So werden in Kooperation mit der Hochschule für Musik und Theater Leipzig bereits ca. 50 Konzerte jährlich organisiert.

Weitere Informationen und den Einblick in den Auktionskatalog erhalten Sie unter: www.tapetenwerk.de


Termin der Auktion: Freitag, 11. 11. 2016, 19 Uhr
Adresse: Halle C01, Tapetenwerk Leipzig/Lindenau, Lützner Straße 91, 04177 Leipzig


*(HxBxT in cm)

Dienstag, 16. August 2016














MUNROI · BAIRRO dO CARMESIM
Leuchtbuchstaben von Martin Fink 

Bairro do Carmesim breitet sich aus wie eine Stadt – eine Stadt der Künstler, Akrobaten und Athleten, die auf den Straßen, Bühnen oder anderen Orten ihresgleichen oder Publikum suchen. Extravagante Lebensstile und das Halten von exotischen Tieren ist zur Gewohnheit geworden. Im mediterranen Klima werden körperliche Aktivitäten oft gemeinschaftlich unternommen und dienen nebst Fitness einer spirituellen Erholung. Zudem hat sich dieser Ort als riesiges Labor der Physik und Architektur erwiesen, was sowohl Wissenschaftler und Ingenieure als auch Gestalter anzieht. Die damit verbundene Vielschichtigkeit einer bunt gemischten Gesellschaft, ist die Basis für Kreativität aber erzeugt auch Spannung unterhalb der Bewohner. Dieser Ort ist vom Elend nicht befreit und Demonstrationen zeugen vom Antrieb der politisch kritischen Auseinandersetzung.

Dauer + Öffnungszeiten: 11. Febr. bis 6. März 2016 Mittwoch, Donnerstag, Samstag 14 – 18 Uhr
Die Ausstellung in der Galerie Hier + Jetzt im ehemaligen Tapetenwerk Leipzig zeigt eine Auswahl aus dem Buchstabenmusem der globalen Polis MUNROI. Speziell werden herabgestürzte oder demontierte Leuchtbuchstaben und Schriftzüge aus dem Kunst- und Forschungsviertel Bairro Do Carmesim veräußert. 

www.galerie-hierundjetzt.de








Freitag, 4. Dezember 2015

Waste Safe 2013 - Bangladesh



Waste Safe - Bangladesh from iOver on Vimeo.

Als Ausgangspunkt dieser Dokumentation diente eine 10 tägige Studienexkursion zur Klimakonferenz "Waste Safe 2013" in Bangladesch. Der Film über Urbanismus im Zusammenhang von Resource-Management zeigt verschiedene Facetten von Infrastruktur, sowie Architektur und deren Bewohner im Chaos der Ballungszentren Dhaka und Khulna.

Bilder aus dem Zyklonengebiet im Süden des Landes zeugen von der Umnutzung des Landes im ländlichen Agrarsector. Während in den Staädten die Umwelzungen in politischen Demonstrationen und Sittings öffentlich diskutiert werden – in einem Klima des Bestrebens, morgen genug zum Essen zu haben.

This documentary based on a 10-day study trip to the Climate Change Conference "Waste Safe 2013" in Bangladesh. The film about urbanism and Resource-Management portraits different facets of infrastructure and architecture with their inhabitants in there not entirely smooth chaos of the metropolitan areas Dhaka and Khulna. 
Images from the cyclone area in the south of the country testify to the change of use in the agricultural sector. Meanwhile in the cities demonstrations and sittings draws a public political upspring – which happen parallel to the struggle to put enough food on the table.

>> Professur Biotechnologie in der Ressourcenwirtschaft (Bauhaus-Universität Weimar)

Dienstag, 7. Oktober 2014

MUNROI >> MX10 - Eine zweite Haut >>


MX.MUNROI Experimental Videomapping from MXZEHN on Vimeo.

Getestet auf der IBug 2015 wird eine architektonische Skulptur aus MUNROI von dem visuallArtist Stefan Kraus videographisch bespielt und auf dem Schloss Wilhelmsburg in Schmalkalden zur Ausstellung >>From the street into the woods<< vom 12.09. bis 30.10.2014 ausgestellt. Zusammen mit urbanen Videosequenzen und Graffiti Leinwänden des MUNROI Stadtplaners Martin Fink ist diese Kunstinstallation räumefüllend aufgestellt.

Wie es dazu kam...
Im Zusammenhang des WALLCOME Art Festival brachten AKUT & CASE international renommierte Künstler in die thüringische Provinz, um künstlerisch verschiedene Fassaden einzufärben. Dazu zählen: ROA, HERA, ECB, M-CITY, KNOWHOPE, PIXEL PANCHO und ANDREW HEM. Weitere Informationen zum Event können auf  http://wallcome.de abgerufen werden.

LIQUID BORDER - Weltecho Chemnitz - Exhibition



14. Juni 2014
Die Galerie >>Oscar<< des Eventzentrums >>Weltecho<< in Chemnitz wurde nach zweiwöchigen Ausgrabungen einer verschütteten Stadt namens MUNROI von Frank Maibier wieder eröffnet. Während Matthias von döhlerARCHITEKTEN letzte Berechnungen vornahm, haben der Videograph Lucian Patermann und der Komponist Philipp Wartenberg mit der Aufarbeitung von fragmentarisch überlieferten Film- und Soundmedien  begonnen. Rätselhaft bleibt eine Projektion in Form eines Giganten, der sich durch seine Performance unablässig in den Sand gräbt. Laut dem kubanischen Künstler Otto Oscar Hernándes Ruiz handelt es sich um einen Hammerwerfer, was schon mal auf kulturelle Ereignisse spekulieren lässt. 
Der Schriftsteller Matthias Zwarg beleuchtete dieses Plan-Spiel der Stadt von weiteren Gesichtspunkten in einem Artikel in der Freien Presse:http://www.freiepresse.de/NACHRICHTEN/KULTUR/Die-verwuesteten-Staedte-artikel8906569.php )
In Kisten verpackt wird die Entdeckung von Martin Fink an der Bauhaus-Uninversität in Weimar weiteren Untersuchungen unterzogen und dient so, als Hafen für weitere Künstler, die sich der Thematik von urbanen Phänomen verschrieben haben.  

Samstag, 7. Juni 2014

LIQUID BORDER - exhibition


LIQUID BORDER - Exhibition - 14th June 14 from iOver on Vimeo.
Die Ausstellung LIQUID BORDER zeigt die Metropole MUNROI als Ausgrabungsort. Während die Stadt vom Sand verschüttet ist, geht die arbeitende Einheit 012-OOHR unbeirrt seiner Performance nach. Vernissage: 14. Juni 2014 Ausstellungsdauer: 15. Juni - 18. Juli

Freitag, 1. Februar 2013

3:37 // MUNROI

TRACK 02


Bairro Do Carmesim 

Der Krebsgang ist ein müßiger Gang, doch nicht für die Bewohner dieses Viertels, die mit unter im Handstand an der Decke laufen. Da sich der Verkehr nicht nur auf den Boden konzentriert, sondern an Wänden und Decken fortgesetzt wird, ist es umständlich geworden sich nur auf den Füßen fortzubewegen. Die Kompassnadel dreht sich gen Süden. Nicht nur das Magnetfeld der Erde hat sich hier in diesem Stadtviertel verändert, sondern auch die Anziehung der Materie untereinander, als auch die Schwerkraft selbst. Wie beim flößen von Holzstämmen auf Flüssen skandinavischer Länder, drängen sich hier Gebäude aneinander. Objekte haben ihre Funktion verändert und die Menschen entdecken und organisieren ihren Lebensraum neu, in dem sie ihre Gangart geändert haben.

The crabwalk is an abstract walk, but not for the residents of this neighborhood, who run in handstand on the ceiling. Because the traffic is not only concentrated on the ground but also continues on walls and ceilings, it has become cumbersome to move around only on the feet. The compass needle turns to the south. Not only is the Earth‘s magnetic field changed here in this neighborhood, but also the gravity itself. Consequently followed the attraction of matter among the buildings. Like the raft of logs on rivers in Scandinavian countries.


Lucian Patermann (video editing), Philipp Bader, Marco Rüdel, Peter Netzer, Martin Ahner, Elena Masla, Franziska Wiegald, Lehre Entwerfen und Tragwerkskonstruktion (architectural models)





7:15 // MUNROI

TRACK 01

Am 18. April 2012 wurde die diplomierte Idee einer utopischen Stadt namens MUNROI im Technologiezentrum für Modernes Bauen kurz CIB Weimar ausgestellt. Auf der ersten Ausstellungsebene zeigten Leinwände und Zeichnungen auf Carton architektonische Details. Ein 12 m² umfassendes Modell, auf der zweiten Ebene, veranschaulichte die Metropole durch 12 Einrichtungen mit zahllosen Bretterverschlägen. 
Dem Künstler Martin Fink kristallisierten sich zwei architektonische Formen, besonders in brasilianischen Megacitys, heraus: 
Zum einen Shelter, wozu einfache, selbstgebaute variable Behausungen zählen und Force zum anderen, was geplante und strukturierte Einrichtungen umfasst. 
Beides sind dynamische Bauweisen, die in verschiedenen Formen auf einander treffen und sich mit unter durchdringen oder abgrenzen. 
Mit den Gedanken an Vilém Flusser, lässt die brasilianische Stadt keinen öffentlichen Raum mehr zu, alles ist wie vergeben und besetzt. In diesem Modell wurden darauf hin die Verkehrswege unter die Oberfläche verlagert und die Grundstücke sind mit einander verschachtelt.

Beteiligte des Projektes MUNROI:
Anna Lena Saiser, Katrin Karioth, Heike Stör (proofreading)
Fabian Fontane (structure/foto)
Robert Genschorek (foto)
Benjamin Burchardt, Peter Hatz (logistic)
Wassilij Grod (bambus construction)
Phillipp Wartenberg (sound & Klanginstallation)
Raffael Vogel (field recording)
Thomas Bachner (sound)
Christoph Blankenburg (editing)
Simon Müller (editing)
Lucian Paterman (editing)
Konstantin Bayer (Galerie Eigenheim)
Frank Erbse, Melanie Böhm (BATT)










Montag, 12. November 2012

Doci De Acái (Viertel)







Nun hat sich dieser Teil der Stadt zur Gasse des Dealers, Verbrechers, Draufgängers, Zuhälters und zum Laufsteg der Damen gewandelt. Techno dient immer noch der Ekstase und der Flucht vor dem wöchentlichen Alltag. Der Motor unserer elektroakustischen Szene wird deswegen durch Leitungen und Übertragungsraten fortwährend künstlich am Leben gehalten.

Tauchen wir ein in diesen finsteren Ort, wo sich die Raumgrenzen auflösen. Das blitzende und das Schwarz-Licht lassen Silhouetten entstehen. Der einzelne Mensch bleibt dabei anonym - Gentrifizierung aufgelöst. Der dunkle Raum mit seinen Lichtpunkten visualisiert eine (Display-) Atmosphäre wie den unendlichen Space des Web's1.


Eine Gasse; roh und kalt wie der Asphalt selbst, an dem Skateboard und Knochen entzwei brechen.
Auf der Suche nach Zuneigung und Liebe beginnen wir in der Abgeschiedenheit im Dunkeln. 
Das Leben hat sich von der Stirnseite an den Rücken der Gebäude, in die Gassen verlagert. 




1 Anlehnung an Martina Löw, Raumsoziologie (Suhrkamp, 2001)

Donnerstag, 18. Oktober 2012

FRINGILA (Wohn- und Handelskomplex)



Der Kongress ist bis jetzt 20. 10. 2012 das höchste entdeckte Gebäude der Stadt MUNROI.
Vorder- und Rückseite des Baus unterscheiden sich stark von einander.

An der weniger strukturierten Seite des Gebäudes ragt ein Ornament in den davor gelagerten Raum. Wie ein eigenständiger Bereich weißt dieses Element in sich bergend verschiedene Räume und Etagen auf. Ausblicke von diesen Räumen ergeben sich nach oben und unten, als auch nach links wie rechts. Dabei irritiert die Frontfläche, indem ein transluzentes Material eine geschlossene hölzerne Oberfläche imitiert.

Dem dekorierten Schuppen, wie sie im Buch Learning from Las Vegas (Venturi/ScottBrown/Izenour) entspricht dieses Gebäude nur zum Teil, da der eigentliche Baukörper nicht völlig von einem Dekor verdekt wird, um ein illusorisches Bild zu versprechen.

Die andere Seite des Gebäudes ist in verschiedene Bereiche mit Räumen und Etagen gegliedert, die sich als Fassade durch verschiedene Absätze und Vorsprünge abzeichnen.

Bei diesem Gebäude liegt der Vergleich zum Copan-Gebäude Niemayer‘s in São Paulo nahe, da die unteren Etagen sich von den oberen abgrenzen und repräsentativ oder kommerziell genutzt werden können.
Die darüber gelagerten Etagen können als Wohn- und Aufenthaltsbereiche betrachtet werden.
Weiterhin werden die Grundrisse der Räume nach oben hin größer und weitläufiger.



ESPADADE (Hotel mit Privatapartments)


Die Gebäudeform wirkt wie ein amphibisches Fischskelett auf einem Holzstapel.
Über eine äußerst breite Treppe gelangt man in das Gebäude. Verschiedene Etagen sind in Querstreifen zusammengefasst und türmen sich mit unterschiedlichen Absätzen aufeinander. Die acht vom Flach- zum Pultdach übergehenden Dächer stehen mit Abständen zueinander. Während darunter liegende Etagen miteinander Verbunden sind, separieren sich die oben befindlichen Räume zueinander und lösen sich vom unteren Teil ab.


PALAFITA - CANA (Oficina do povo)

Bewohner des Amazonas sind für ihre Pfahlbauten mit Schilfdächern bekannt. Die Gebäude scheinen weniger von ihren Pfosten als viel mehr von Grashalmen über den feuchten Untergrund getragen zu werden. 
Das Dach ist von dem übrigen Baukörper getrennt. Der darunter gelagerte Bau findet unter einer scheinbar frei schwebenden Schirmkonstruktion Schutz vor Regen und Sonne. Durch die Form der Steildächer beeinflusst, ergibt sich im Grundriss dieser Gebäudeebene ein Rhombus. Die sich in die Länge streckende Fassade, ist in aneinander gereihte Fenstern unterteilt. Die filigran wirkendende Rahmung der Fenster nimmt das Thema einer leichten Pfahlbauweise auf.
Der mit großen Fenstern versehenen Körper setzt sich durch eine flachere und zurückgesetzte untere Konstruktion vom Boden ab. Die Gebäudeteile Dach und Aufenthaltsbereich scheinen dadurch einerseits losgelöst von einander und zum anderen über dem Untergrund zu schweben. 
Beim umwandern des Gebäudes kann beobachtet werden, wie das langgezogene Objekt zu einer pinienartigen Form gestaucht wird. Diese Erscheinung ist auf den Gedanken der Metamorphose zurückzuführen. Wenn Pflanzen sich in ihrer Entwicklung an verschiedene Umweltbedingungen angepasst haben, hat sich somit dieses Gebäude vom feuchten Boden erhoben und sich nach dem (See-)Wind ausgerichtet. Die entstandenen Windkanäle werden zur Energiegewinnung des Gebäudes genutzt.

Wie ein Pfeil eines intigenen Volkes aus der Ruhe heraus geworfen wird - leicht und zielsicher. 

Innerhalb des Gebäudes erlebt einen 360° Blick auf die Umgebung.




EUPHONIA (Musikgebäude)



Diese Einrichtung für Klang trägt einen enormen Anteil zur Kultur MUNROI's bei. Neben temporärer Beschallung  schlägt die Abteilung für haptische Kunst die Brücke zur Öffentlichkeit, so dass Sound auch optisch erfahrbar wird.
Die obere Konstruktion des Gebäudes erstreckt sich flach über eine weitläufige Terrasse. Dieser repräsentative Aufsatz bildet den kleinsten Part des Gebäudes, welcher drei weitere, darunter gelagerte Ebenen, überdeckt. Der äußere Treppenaufgang auf dem oberen Platz erinnert an Klaviertasten und die darüber zu erreichende Terrasse an Metallplättchen eines Xylophons. 
Da nahezu das ganze Gebäude in weiß erscheint, bietet es viel Licht, welches die obere Etage als Atelier und Empfangsempore nutzen lässt. Dieser Bereich ist durchgängig überdacht und bietet Schatten, der ein angemessenes Raumklima schafft. Türkis eingelassenes Glas als Wände fügen dem Ort farbliche Nuancen und ein milderes Licht bei. Dieser obere Teil (A) macht 20% des Gebäudes aus. 
Darunter befindet sich ein abgesetzter Bereich (B), mit mehreren Etagen und verschieden großen Räumen, die 25% ausmachen. 
Beide Bereiche türmen sich auf eine Konzerthalle, die wie ein kolossaler Resonanzkörper 35% des Gebäudes ausmacht.
Die restlichen 15% des Komplexes (C) bilden den Versorgungs- und Energietrakt mit verschiedenen Lagerräumen.